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5. Juli 2018

Ein Dorf für den Stücki Park

Der Stücki Park in Basel ist im Wan­del. Swiss Prime Site ent­wickelt das bis­her auf Retail aus­ge­rich­te­te Are­al kon­se­quent in ein neu­es Zen­trum für Inno­va­ti­on, Erleb­nis, Gesund­heit, Gastro­no­mie und Ein­kauf. Wich­ti­ge Anker­mie­ter sind bereits an Bord und das Pro­jekt nimmt Fahrt auf.

Im Stücki Park in Basel geht’s in gros­sen Schrit­ten Rich­tung Zukunft. Bereits Ende Okto­ber steht die Eröff­nung des neu­en «Vil­la­ge im Stücki Park» an. Damit bekommt das Are­al einen Ort der Begeg­nung. Hier tref­fen wir uns mit dem Manage­ment sowie der Pro­jekt­lei­tung und las­sen uns über die­se ein­zig­ar­ti­ge Gross­bau­stel­le füh­ren. Wie soll das Vil­la­ge aus­se­hen? Gibt es schon Mie­ter? Und: Was sind die gröss­ten Her­aus­for­de­run­gen?

Chri­sti­an Mutsch­ler strahlt übers gan­ze Gesicht: «Die Ent­wick­lung hier im Stücki Park ist enorm». Seit 2016 ist der Lei­ter des Manage­ments Stücki Park Teil des Mega-Pro­jekts und man spürt sei­ne Begei­ste­rung auf Anhieb. Mutsch­ler ist eine der vie­len enga­gier­ten Schlüs­sel­per­so­nen vor Ort in Basel. Zu denen gehört auch Danie­la Ger­ber. Die Asset Mana­ge­rin bei Swiss Prime Site Immo­bi­li­en betont die aus­ser­ge­wöhn­lich hohe Kom­ple­xi­tät des Gross­pro­jekts: «Wir ler­nen hier jeden Tag für das gesam­te Unter­neh­men. Von den Erfah­run­gen, die wir hier machen, kön­nen wir bei künf­ti­gen Pro­jek­ten pro­fi­tie­ren».

Wirt­schafts­stand­ort 2023
Im Stücki Park im Nor­den der Stadt Basel prägt Swiss Prime Site Immo­bi­li­en die urba­ne Ent­wick­lung. Bis 2023 ent­steht hier ein neu­es Zen­trum für Inno­va­ti­on, Erleb­nis, Gesund­heit, Gastro­no­mie und Ein­kauf. Oder wie es Chri­sti­an Mutsch­ler for­mu­liert: «Wir ent­wickeln einen neu­en Wirt­schafts­stand­ort». Über 4’000 Men­schen wer­den der­einst auf dem Are­al arbei­ten. Das lang­ge­zo­ge­ne Büro­ge­bäu­de, das auch den Tech­no­lo­gie­park Basel beher­bergt und über pro­mi­nen­te Mie­ter wie Lon­za und Medar­tis ver­fügt, wird um vier Fin­ger­dock-arti­ge Gebäu­de erwei­tert. Dadurch ent­ste­hen zusätz­lich 1’700 Arbeits­plät­ze. Die bestehen­den Labor- und Büro­flä­chen wer­den auf über 60’000 Qua­drat­me­ter ver­dop­pelt.

Chri­sti­an Mutsch­ler und Danie­la Ger­ber füh­ren über die ein­zig­ar­ti­ge Gross­bau­stel­le.

Bes­ser arbei­ten, kom­for­ta­bler leben
Eine Pas­se­rel­le wird die Büro- und Labor­ge­bäu­de mit der ein­sti­gen Mall ver­bin­den. Im umge­bau­ten Kom­plex, gegen­über an der Hoch­berg­stras­se 70, ent­ste­hen attrak­ti­ve Ein­kaufs-, Dienst­lei­stungs- und Erleb­nis­an­ge­bo­te. Bis 2020 soll unter ande­rem ein top­mo­der­nes Mul­ti­plex-Kino Film­fans aus der Regi­on anzie­hen.

Mit Hoch­druck gear­bei­tet wird auch am so genann­ten «Vil­la­ge im Stücki Park». Was hier ent­steht, ist beacht­lich. Wie der Name schon sagt, wird hier ein klei­nes Dorf errich­tet – mit attrak­ti­ven Dienst­lei­stern, Büros und Pra­xen. «Das Vil­la­ge wird zu einer gros­sen Begeg­nungs­zo­ne für alle, die hier arbei­ten und im Quar­tier leben», erläu­tert Mutsch­ler. Zum Abschluss der ersten Bau­pha­se Ende Okto­ber soll es eröff­net wer­den. Noch zuvor, bereits Ende August, erfolgt die Grund­stein­le­gung der ersten bei­den Erwei­te­rungs­bau­ten mit Labor- und Büro­flä­chen im gegen­über­lie­gen­den Büro­ge­bäu­de. Für Mutsch­ler sind es vor allem zwei Fak­to­ren, die den Erfolg im Stücki Park aus­ma­chen wer­den: «Zum einen ein mög­lichst inter­es­san­ter Mie­ter­mix, der den Stand­ort belebt und attrak­tiv macht. Und zum andern der Wohl­fühl­fak­tor für die Men­schen, die hier arbei­ten oder ihre Frei­zeit ver­brin­gen.»

Wohl­fühl-Ambi­en­te und Nach­hal­tig­keit
Das «Vil­la­ge» fällt durch eine aus­ser­ge­wöhn­li­che Archi­tek­tur auf. Viel Holz und war­me Farb­tö­nen sor­gen für ein ange­neh­mes Ambi­en­te. «Unser Ziel ist es, über die drei Geschos­se etwas zu gestal­ten, das Bestand hat», erklärt Rebec­ca Hol­stein, Pro­jekt­lei­te­rin Bau­her­ren­treu­hand, Win­ca­sa. «Das funk­tio­niert am besten bei Bau­ten, die viel Wär­me aus­strah­len. Errei­chen wol­len wir das durch gesta­pel­te Boxen und eine gewis­se Klein­tei­lig­keit im Raum. So wird es auch Flä­chen von 40 Qua­drat­me­tern für klei­ne­re Dienst­lei­ster oder Büros geben. Vie­le ver­gleich­ba­re Pro­jek­te wir­ken kalt und distan­ziert. Das wol­len wir auf jeden Fall ver­mei­den.» Eine Hal­tung, in der für Hol­stein auch das The­ma Nach­hal­tig­keit mit­schwingt. Das reicht von der Beleuch­tung bis zum Betriebs­sy­stem. «Alle Gebäu­de wer­den kon­se­quent mit LED aus­ge­stat­tet und mit nach­hal­ti­gen Mate­ria­li­en gebaut», so die Bau­her­ren­ver­tre­te­rin. «Und noch mehr: Um die kom­ple­xe Haus­tech­nik lang­fri­stig funk­ti­ons­fä­hig zu hal­ten, haben wir uns für die Ver­wen­dung von Linux ent­schie­den. Ein Betriebs­sy­stem, das seit Jahr­zehn­ten läuft und dies auch noch in Jahr­zehn­ten tun wird.» Davon ist Hol­stein über­zeugt.

Chri­sti­an Mutsch­ler und Rebec­ca Hol­stein beto­nen die Nach­hal­tig­keit im Pro­jekt «Vil­la­ge im Stücki Park».

Eine beson­de­re Bau­stel­le
Mit Chri­sti­an Mutsch­ler und Danie­la Ger­ber lau­fen wir über die Bau­stel­le. Es ist ein­drück­lich, wie raf­fi­niert und ver­schach­telt das Vil­la­ge geplant wur­de. Und: mit wie viel Tem­po die Umset­zung erfolgt. Erstaun­lich nur, wie ruhig es dabei zugeht. Dut­zen­de von Bau­ar­bei­tern und Hand­wer­kern arbei­ten hoch kon­zen­triert. Das müs­sen sie auch, schliess­lich gilt es Ter­mi­ne ein­zu­hal­ten. Wie fühlt es sich an, Teil eines so gros­sen Pro­jek­tes zu sein? «Klar, das ist auch für uns eine beson­de­re Bau­stel­le», erzählt uns ein Bau­ar­bei­ter, der für den hier täti­gen Mes­se­bau­er arbei­tet. «Wir sind stolz, unse­ren Teil dazu bei­tra­gen zu kön­nen.» Um die nöti­ge Fle­xi­bi­li­tät im Raum sicher­zu­stel­len, hat man die Spe­zi­al­fir­ma hin­zu­ge­zo­gen. In der Pla­nungs­pha­se war ein Event-Archi­tekt invol­viert, der unter ande­rem im Euro­pa­park Rust gear­bei­tet hat. Mit ihm gemein­sam wur­de die Idee des «Vil­la­ge» ent­wickelt. Chri­sti­an Mutsch­ler begrüsst die Hand­wer­ker, fragt nach und kom­men­tiert den Bau­fort­schritt. «Es ist noch viel Arbeit, bis wir Ende Okto­ber, das Vil­la­ge eröff­nen kön­nen. Aber wir sind im Zeit­plan», sagt er zuver­sicht­lich.

 

Hier ent­steht das «Vil­la­ge im Stücki Park», …

… des­sen Kon­struk­ti­on auf nach­hal­ti­ger Holz-Archi­tek­tur basiert.

Hier ist gut arbei­ten
Das «Vil­la­ge im Stücki Park» ist ein zen­tra­les Ele­ment im Pro­jekt. Es soll dazu bei­tra­gen, dass der Stücki Park zu einem attrak­ti­ven Arbeits­ort wird, der die besten Talen­te im Bereich Life Sci­ence anzieht. Die ersten Mie­ter haben bereits unter­zeich­net. Nebst dem Vil­la­ge wer­den in den kom­men­den Mona­ten auch wei­te­re Flä­chen von bestehen­den oder neu­en Mie­tern in dem in Trans­for­ma­ti­on ste­hen­den Kom­plex eröff­net. Einer davon: Bäch­li Berg­sport. Das Fach­ge­schäft zieht von der Bas­ler Markt­hal­le am Stei­ner­tor­berg in den Stücki Park. Das Kon­zept der Pla­ner über­zeugt.

Der Betrieb geht wei­ter
Die einen kom­men, die ande­ren sind schon da. Das erfolg­rei­che Fit­ness­cen­ter «GYMM Health & Fit­ness» mit mehr als 5’000 Mit­glie­dern, zum Bei­spiel, soll so gut wie nichts von der Bau­pha­se mit­be­kom­men. «Das ist eine unse­rer gros­sen Her­aus­for­de­run­gen», betont Mutsch­ler. «Wir wol­len den lau­fen­den Betrieb so wenig wie mög­lich stö­ren. Dazu muss man vor­aus­schau­end pla­nen, die Besu­cher­strö­me geschickt len­ken und sorg­fäl­tig kom­mu­ni­zie­ren.» An die­sem Mor­gen hal­ten sich die Besu­cher­strö­me glück­li­cher­wei­se in Gren­zen. Obwohl, das Fit­ness­cen­ter ist wie immer gut fre­quen­tiert. Eine ansehn­li­che Zahl von Kun­den trai­niert fleis­sig trotz des Umbaus. Und bald steht ihnen dafür noch mehr Platz zur Ver­fü­gung. Denn ist der Umbau durch, wird «GYMM Health & Fit­ness» sei­ne Flä­che ver­dop­peln.

Nicht ohne Geschichts­be­wusst­sein
Hier im «Stücki», wo einst die alte Stück­fär­be­rei tätig war, ent­steht nun Schritt für Schritt etwas gänz­lich Neu­es. Trotz­dem soll die DNA des Are­als spür­bar blei­ben, was die Ver­ant­wort­li­chen mit den gros­sen, Stoff­druck­mu­stern nach­emp­fun­de­nen Design im neu­en Erschei­nungs­bild auf­ge­nom­men haben. Hier vor Ort, wo die Bas­ler Phar­ma- und Che­mie­ge­schich­te einst ihre Anfän­ge nahm, soll ein Life Sci­ence Clu­ster wach­sen und die welt­be­rühm­te Bas­ler Erfolgs­ge­schich­te wei­ter­schrei­ben.