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14. März 2018

Die Schön­burg bringt neu­es Leben in den Ber­ner Brei­ten­rain

Die «Schön­burg», der ehe­ma­li­ge Haupt­sitz der Schwei­zer Post, liegt mit­ten im Ber­ner Wohn­quar­tier Brei­ten­rain. Durch die Neu­ge­stal­tung und Auf­wer­tung der Immo­bi­lie schafft Swiss Prime Site nicht nur ein attrak­ti­ves Zen­trum. Das gan­ze Quar­tier erfährt mehr Wohn- und Lebens­qua­li­tät.

An bester Lage beim Ber­ner Brei­ten­rain ver­wan­delt Swiss Prime Site Immo­bi­li­en den ehe­ma­li­gen Post­haupt­sitz in ein neu­es Zen­trum, das dem Quar­tier noch mehr Wohn- und Lebens­qua­li­tät brin­gen wird.
 
In den Räu­men der «Schön­burg» ent­ste­hen in den näch­sten zwei Jah­ren ein­zig­ar­ti­ge Woh­nun­gen, Läden, ein Fit­ness­cen­ter und ein Bud­get-Design­ho­tel. Wir haben Brit­ta Rich­li, die Ver­ant­wort­li­che des Gross­pro­jekts auf Sei­ten Swiss Prime Site Immo­bi­li­en, auf einem Rund­gang über die Bau­stel­le beglei­tet.

Die Aare schlän­gelt sich gemäch­lich um den Brei­ten­rain, eine der bevor­zug­ten Wohn­la­gen in der Bun­des­haupt­stadt. Wir befin­den uns nur einen Stein­wurf vom Bären­gra­ben ent­fernt und könn­ten eigent­lich einen unver­bau­ba­ren Aus­blick auf die Alpen genies­sen. Aber heu­te nicht, denn ein Schnee­ge­stö­ber zieht über Bern und ver­wan­delt die Gross­bau­stel­le in eine sur­rea­le Land­schaft im gros­sen weis­sen Nichts. Es ist bit­ter­kalt.

In nur knapp zwei Jah­ren Bau­zeit ver­wan­delt Swiss Prime Site Immo­bi­li­en den ehe­ma­li­gen Haupt­sitz der Schwei­ze­ri­schen Post in einen «Raum zum Ent­fal­ten» mit 31500 Qua­drat­me­tern Nutz­flä­che für das gan­ze Quar­tier. Die ohne­hin schon hohe Lebens­qua­li­tät die­ser Wohn­ge­gend wird dadurch wei­ter anstei­gen: In der Schön­burg wird es bei­spiels­wei­se eine Coop-Filia­le und ein moder­nes Fit­ness­cen­ter geben – für bei­des müs­sen die Quar­tier­be­woh­ner vor­läu­fig noch ins Stadt­zen­trum oder in die Aus­sen­quar­tie­re fah­ren.

Brit­ta Rich­li, Asset Mana­ge­rin Swiss Prime Site Immo­bi­li­en.

Sym­pa­thi­sches Hotel­kon­zept
Brit­ta Rich­li führt begei­stert über «ihre Bau­stel­le». Sie erzählt von den 132 Woh­nun­gen, 10 Town­houses und den 188 Hotel­bet­ten, die hier bis Herbst 2019 ent­ste­hen wer­den. Ihre Begei­ste­rung ist ansteckend. Fast kön­nen wir trotz Eises­käl­te das woh­li­ge Ambi­en­te der gross­zü­gi­gen Hotel­lob­by spü­ren. Ein Bud­get-Design­ho­tel wird es wer­den, ein Pri­zeo­tel, um genau zu sein. Die­ses sym­pa­thi­sche Kon­zept ist in Deutsch­land bereits erfolg­reich unter­wegs. Nun wagt die Hotel­grup­pe mit der Ber­ner Schön­burg den Schritt in die Schweiz. Wie bei jedem ihrer Pro­jek­te wur­de der inter­na­tio­nal bekann­te Desi­gner Karim Rashid beauf­tragt. Die­ser kam eigens von New York nach Bern, um sich vor Ort ein Bild zu machen. Sei­ne Designs sind bunt, inten­siv, gewagt – und damit gewiss ein Novum für die Stadt. Und er schwört auf den Grund­satz «Desi­gno­cra­cy»: Gross­ar­ti­ges Design, das sich jeder lei­sten kann. Das inno­va­ti­ve Kon­zept stösst schon jetzt, eini­ge Zeit vor der Eröff­nung, auf gros­ses Inter­es­se. Bern braucht gute und preis­wer­te Hotel­bet­ten. Das Pri­zeo­tel zielt genau in die­se Rich­tung. Mit gün­sti­gen Ange­bo­ten und sei­ner spe­zi­el­len Note wird es Bern für Tou­ri­sten wie für Geschäfts­leu­te noch eine Spur attrak­ti­ver machen.

Brit­ta Rich­li führt über «ihre Bau­stel­le».

Kom­ple­xe Umnut­zung statt Neu­bau
Die Füh­rung geht in der drit­ten Eta­ge wei­ter, wo Edi Ber­ger, der zustän­di­ge Pro­jekt­ma­na­ger bei Losin­ger Maraz­zi, auf ein paar Beson­der­hei­ten hin­weist: «Das Gebäu­de wur­de 1970 für Büros kon­zi­piert. Des­halb ste­hen die Stüt­zen in einem Raster von 135 Zen­ti­me­tern. Damit wür­de im Wohn­be­reich sicher nie­mand glück­lich wer­den, wes­halb wir das Gan­ze auf ein Vier-Meter-Raster umbau­en. Es ist eines der gröss­ten Umbau­pro­jek­te, die wir bis­her aus­füh­ren durf­ten, und daher ent­spre­chend kom­plex.» Aber war­um rea­li­siert man ein der­ar­ti­ges Pro­jekt als Umbau, anstatt ein­fach alles abzu­bre­chen und bei null zu begin­nen? «Das hat drei Grün­de», erklärt Ber­ger. «Erstens haben wir hier eine aus­ge­zeich­ne­te Grund­sub­stanz, die wol­len wir nicht ein­fach so ver­nich­ten. Zwei­tens ist die Aus­nut­zung her­vor­ra­gend. Allein der Bau der Zwei-Eta­gen-Tief­ga­ra­ge wäre so heu­te wohl nicht mehr mög­lich. Und drit­tens ist es ein schüt­zens­wer­tes Gebäu­de – als ehe­ma­li­ger Haupt­sitz der Post.» Was für ein Glücks­fall, dass Swiss Prime Site Immo­bi­li­en für die Neu­kon­zep­ti­on mit der ARGE Theo Hotz Part­ner und Maraz­zi + Paul Archi­tek­ten das glei­che Archi­tek­tur­bü­ro beauf­tra­gen konn­te, das schon vor fast fünf Jahr­zehn­ten an der Erstel­lung des Post­ge­bäu­des betei­ligt war.

Pla­nung mit Buil­ding Infor­ma­ti­on Mode­ling
Edi Ber­ger erzählt wei­ter: «Das Pro­jekt ist nicht nur wegen sei­ner Grös­se span­nend, es ist auch eines der ersten Umbau­vor­ha­ben, das kon­se­quent als BIM-Pro­jekt durch­ge­zo­gen wird.» BIM steht für «Buil­ding Infor­ma­ti­on Mode­ling» und ist eine Metho­de, bei der zuerst der gesam­te Bau als hoch­kom­ple­xes 3-D-Modell ent­steht. Dar­aus wer­den sämt­li­che Plä­ne abge­lei­tet – ob für die Mau­rer, die Elek­tri­ker oder die Sani­tär­in­stal­la­teu­re. Die­se Pra­xis ist bei Neu­bau­ten bereits seit Län­ge­rem üblich, bei Umbau­ten aber noch Neu­land. «Bei Umbau­ten die­ser Grös­se ist es an der Tages­ord­nung, dass man im Bau­fort­schritt immer wie­der auf Über­ra­schun­gen und Pro­ble­me stösst. Mit BIM ver­län­gert sich zwar die Ent­wurfs­pha­se, aber wir haben viel weni­ger Kom­pli­ka­tio­nen bei der Rea­li­sie­rung. Kon­ven­tio­nel­le Arbeits­me­tho­den sind auch in der Bau­bran­che pas­sé. Schon heu­te kom­men vie­le Lie­fe­ran­ten und Hand­wer­ker mit dem Tablet auf die Bau­stel­le.»

Inve­sti­ti­on in ech­ten Mehr­wert
Somit hal­ten beim Schön­burg-Pro­jekt modern­ste Tech­nik und Inno­va­ti­on Ein­zug. Doch trotz Touch­screens geht es auf dem Bau­ge­län­de zeit­wei­se laut zu und her. Die Fas­sa­de wird voll­stän­dig ersetzt. In einem Flü­gel wird das gesam­te Trep­pen­haus aus dem Beton geschnit­ten und kom­plett neu gebaut. Ein gros­ser Auf­wand, doch das gesam­te Gebäu­de soll so bar­rie­re­frei wie mög­lich gestal­tet wer­den. Die gross­zü­gi­gen Woh­nun­gen und Town­houses bie­ten in allen Lebens­si­tua­tio­nen – ob Sin­gles, Fami­li­en oder Paa­re – eine hohe Lebens­qua­li­tät.

Brit­ta Rich­li freut sich: «Die Quar­tier­be­woh­ne­rin­nen und -bewoh­ner erhal­ten bald ein neu­es, attrak­ti­ves Zen­trum und dar­über hin­aus viel Grün­raum mit einem gross­zü­gi­gen Spiel­platz – ein wun­der­ba­rer Bei­trag zur Quar­tier­ent­wick­lung.» Als wärs ein Zei­chen, blin­zelt zum Abschluss des Rund­gangs die Son­ne durch das fast undurch­dring­li­che Weiss.