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30. August 2018

«Es braucht immer ein gutes Team.»

Swiss Prime Site Solu­ti­ons ver­wal­tet das Immo­bi­li­en­port­fo­lio der Swiss Prime Anla­ge­s­tif­tung. Der neue CEO Ana­sta­si­us Tschopp ist ange­tre­ten, um die erst­klas­si­gen Dienst­lei­stun­gen auch ande­ren Kun­den anzu­bie­ten und das Ange­bot erfolg­reich wei­ter­zu­ent­wickeln.

Seit August hat Swiss Prime Site Solu­ti­ons einen neu­en CEO und Ana­sta­si­us Tschopp eine neue Auf­ga­be. Wir tref­fen den 39-jäh­ri­gen Luzer­ner zu einem Gespräch über Grös­se, Mann­schafts­sport und sei­ne selbst gewähl­te Frei­heit, Din­ge ein­fach mal an den Nagel zu hän­gen.

Prime Tower, 34. Eta­ge. Ana­sta­si­us Tschopp erwar­tet uns schon. Er hat viel zu erzäh­len über sei­ne Plä­ne und sei­ne neu­en Auf­ga­ben als frisch­ge­backe­ner CEO von Swiss Prime Site Solu­ti­ons. Doch zuerst ein kur­zer Blick zurück:

Herr Tschopp, Sie sind noch kei­ne Vier­zig und haben nun eine neue her­aus­for­dern­de Posi­ti­on inner­halb der Swiss Prime Site ange­tre­ten. Wie kam es dazu?
Zuerst ein­mal habe ich eine fun­dier­te Aus­bil­dung in der Bau­bran­che absol­viert. Doch obwohl mir mein Job viel Freu­de berei­te­te, woll­te ich mich wei­ter­bil­den. Also schrieb ich mich für Betriebs­öko­no­mie an der Han­dels­schu­le in Luzern ein. Spä­ter bin ich zu Win­ca­sa gekom­men, wo ich rasch erste Lei­tungs­funk­tio­nen über­neh­men durf­te. Das war eine span­nen­de Zeit, in der ich merk­te, dass ich gern Ver­ant­wor­tung tra­ge. Mein Weg führ­te mich dann über die Ent­wick­lungs­ab­tei­lung des Flug­ha­fens Zürich, zur Credit Suis­se und schliess­lich zu Swiss Prime Site Immo­bi­li­en, wo ich berufs­be­glei­tend die bei­den Master in Real Estate Manage­ment und Ban­king and Finan­ce an der Hoch­schu­le für Wirt­schaft in Zürich abschloss.

Das klingt nach einer anstren­gen­den Zeit.
Ja, sie war inten­siv. Aber ich ler­ne gern, bin neu­gie­rig und mag Ver­än­de­run­gen. Mei­ne Lauf­bahn habe ich nie lang­fri­stig geplant. Ich bin Schritt für Schritt mei­nen Weg gegan­gen.

Sein letz­ter Schritt bringt Ana­sta­si­us Tschopp von der füh­ren­den Immo­bi­li­en­ge­sell­schaft in die Geschäfts­lei­tung der klei­ne­ren und jün­ge­ren Toch­ter­fir­ma Swiss Prime Site Solu­ti­ons: «Wenn Swiss Prime Site Immo­bi­li­en der Atlan­tik ist, dann ist Swiss Prime Site Solu­ti­ons die Adria», lacht Tschopp und fügt umge­hend hin­zu: «Immer­hin noch ein Meer, aber die Grös­se ist nun wirk­lich nicht ent­schei­dend. Ich sehe das enor­me Poten­zi­al der Fir­ma, die vor­han­de­nen Syn­er­gi­en inner­halb der Grup­pe und die Mög­lich­kei­ten, die­se zu nut­zen. Genau das reizt mich an mei­ner neu­en Auf­ga­be.»

Swiss Prime Site Solu­ti­ons ist ein unab­hän­gi­ger, inno­va­ti­ver Asset Mana­ger — klein und agil. «Eigent­lich machen wir das­sel­be wie Swiss Prime Site Immo­bi­li­en, nur für Drit­te», erklärt Tschopp. «Das heisst, die Lie­gen­schaf­ten gehö­ren nicht uns. Ich ste­he jetzt nicht mehr auf Sei­te der Eigen­tü­mer, son­dern bin Dienst­lei­ster.» Eine Anla­ge­s­tif­tung mit 230 Inve­sto­ren hat das jun­ge Unter­neh­men der­zeit im Port­fo­lio. Doch dabei soll es nicht blei­ben. Von inno­va­ti­ven Pro­duk­ten bis zu kon­ser­va­ti­ven Anla­ge­mög­lich­kei­ten, vom Mana­gen bestehen­der Immo­bi­li­en­fonds drit­ter Unter­neh­men bis zur Ent­wick­lung neu­er Fonds — Tschopp hat vie­le Ide­en für die Zukunft. Wich­tig bei all dem sei es jedoch, einen Mehr­wert zu bie­ten, bes­ser zu wirt­schaf­ten als ande­re und das gan­ze Poten­zi­al und Know-how der Swiss Prime Site Grup­pe ein­zu­brin­gen, so Tschopp.

«Mei­ne Lauf­bahn habe ich nie lang­fri­stig geplant. Ich bin Schritt für Schritt mei­nen Weg gegan­gen.»

Herr Tschopp, wie funk­tio­niert die Zusam­men­ar­beit inner­halb der Swiss Prime Site Grup­pe? Wel­che Syn­er­gi­en ent­ste­hen?
Grund­sätz­lich ist Swiss Prime Site Solu­ti­ons eine eigen­stän­di­ge Fir­ma. Aber wir sind unter den Grup­pen­ge­sell­schaf­ten­be­stens ver­netzt, ken­nen und hel­fen ein­an­der. Zum Bei­spiel ent­wickeln wir Tools für das Pro­jekt­mo­ni­to­ring, Beur­tei­lungs­kri­te­ri­en und alles, was Pro­zes­se betrifft, gemein­sam. Es ist bereits viel vor­han­den, man muss es nur nut­zen. Eine per­fek­te Aus­gangs­la­ge, um effi­zi­ent zu arbei­ten und die Zie­le für Swiss Prime Site Solu­ti­ons zu errei­chen. Das stimmt mich sehr posi­tiv.

Wor­auf freu­en Sie sich noch, wenn Sie auf die näch­sten Mona­te schau­en?
Vor allem freue ich mich auf mein Team, mit dem ich gemein­sam die Zukunft des Unter­neh­mens gestal­ten kann. Und natür­lich auf die span­nen­de Auf­ga­be, eine jun­ge Fir­ma wei­ter zu ent­wickeln und neue Kun­den­grup­pen zu erschlies­sen.

Was sind Ihre Plä­ne, neben der Wei­ter­ent­wick­lung der Swiss Prime Site Solu­ti­ons? 
Zunächst ein­mal liegt mein Fokus dar­auf, das Man­dat, das wir jetzt haben, wei­ter­hin erfolg­reich zu mana­gen sowie unse­re Kom­pe­ten­zen wei­ter aus­zu­bau­en und zu stär­ken. Denn die­se Anla­ge­s­tif­tung ist unse­re wich­tig­ste Refe­renz für wei­te­re Kun­den. Da heisst es, Stra­te­gi­en ent­wickeln, Mög­lich­kei­ten zur Per­for­mance-Stei­ge­rung fin­den und den Kun­den mit unse­rer Lei­stung begei­stern. Intern möch­te ich das Unter­neh­mens­leit­bild von Swiss Prime Site in der Swiss Prime Site Solu­ti­ons ver­an­kern. Mein Ziel ist es, dass wir her­aus­ra­gen­de Arbeit lei­sten – immer mit dem Gedan­ken im Vor­der­grund: Der Kun­de steht für uns im Mit­tel­punkt.

Das Team ist für Tschopp ent­schei­dend beim Errei­chen sei­ner Zie­le. Noch bis vor weni­gen Jah­ren spiel­te er ambi­tio­niert Fuss­ball – als Innen­ver­tei­di­ger in der 2. Liga — und lern­te da fürs Leben und für den Job. «An einem Strang zu zie­hen, als Team zu arbei­ten, das ist mir wich­tig», so Tschopp. «Dafür braucht es Respekt und eine offe­ne Feed­back-Kul­tur. Den viel zitier­ten Team­geist!»

Die Fuss­ball­schu­he hat Tschopp mitt­ler­wei­le an den Nagel gehängt. Um sich trotz­dem fit zu hal­ten, geht er mehr­mals in der Woche jog­gen und berei­tet sich auf den Luzern Mara­thon vor. «Ich lie­be Her­aus­for­de­run­gen und mag es, Neu­es anzu­packen.» Die Gefahr, sich zu über­neh­men, sieht er nicht: «Ich bin mit Lei­den­schaft bei der Sache und ken­ne mei­ne Gren­zen gut.»

«Hek­tik führt nur zu Unsi­cher­heit und die wie­der­um zu Feh­lern.»

Herr Tschopp, Sie wir­ken sehr gelas­sen. Spü­ren Sie kei­nen Druck ange­sichts der Auf­ga­ben, die vor Ihnen lie­gen?
Ich habe natür­lich Respekt vor mei­ner neu­en Posi­ti­on. Aber ich tra­ge gern Ver­ant­wor­tung und habe die Erfah­rung gemacht, dass man gros­sen Auf­ga­ben am besten mit Ruhe begeg­net. Hek­tik führt nur zu Unsi­cher­heit und die wie­der­um zu Feh­lern. Das ist im Sport genau­so wie im Job.

Die­se Leich­tig­keit — ist das Ihr Erfolgs­re­zept?
Kann sein, dass ich so wir­ke. Aber ich gehe ernst­haft und kon­zen­triert an mei­ne Auf­ga­ben. Dabei blei­be ich gelas­sen und schaue stets nach vorn.

Nun ist Ana­sta­si­us Tschopp wie­der ein­mal einen Schritt wei­ter gegan­gen. Eine neue Her­aus­for­de­rung liegt vor ihm. Tschopp nimmt sie an. Sport­lich – wie könn­te es anders sein?